Du bist, wie es war. Doch du hast die Wahl, wer du morgen bist.
„Eigentlich ist alles perfekt. Ich müsste doch glücklich sein.“
Das denkt sie oft, wenn sie morgens den Schlüssel ihres schicken Kleinwagens in die Hand nimmt. Es ist alles da: Haus im Grünen, zwei Kinder, ein toller Partner, ein guter Job… Und trotzdem ist da dieses Gefühl: eine leise Leere. Ein Unbehagen, das keinen Namen hat. Ein Satz, den sie selten laut denkt, der aber immer wiederkehrt: „Ich spüre mich nicht mehr.“
Jeden Tag der gleiche Rhythmus: Sie organisiert, sie koordiniert, sie funktioniert. Selten Zeit für sich selbst. Am Wochenende im Grünen spazieren gehen und abends nett mit Freunden zusammen sein. Eigentlich das perfekte Leben. Aber irgendetwas fehlt.
Wenn das Leben von außen stimmt – und sich innen falsch anfühlt
Das Leben scheint perfekt zu laufen – und trotzdem fehlt etwas ganz Elementares: Das Gefühl von Zufriedenheit und Glück. Gefangen in der Routine des Alltags, ein perfektes Funktionieren. Das Gefühl von Lebendigkeit? Fehlanzeige.
Betroffene sind irgendwie in dieses Leben reingerutscht… Weil man es eben so macht. Berufswahl, Karriere, eine Partnerin/ einen Partner finden, das eigene Haus, ein vorzeigbares Auto und irgendwann Kinder. Und ehe man sich versieht, ist man in einem Geld-Zeit-Gefängnis gefangen. Der Job wird benötigt, um die Kredite abzubezahlen, es kommen immer mehr zeitliche Verpflichtungen dazu und die Freizeit wird immer knapper. Zeit zum Entspannen, zum Fühlen, zum Leben? Fehlanzeige. Und wenn der lang ersehnte Urlaub da ist … dann werden Betroffene oft krank.
Ausbrechen aus diesem selbst erschaffenen Gefängnis? Dieser Gedanke wird meist nicht zugelassen, denn es geht einem doch gut… Oder nicht?
Wir Menschen sind oft in Mustern, sowie inneren und äußeren Programmen gefangen. Und es werden auch stets gute Begründungen dafür gefunden, Begründungen wie:
– „Ich kann ja nicht, weil …“
– „Ich bin halt so.“
– „Das war bei uns schon immer so.“
– „Wenn ich etwas verändere, verletze ich andere.“
Es sind Begründungen, die nicht hinterfragt werden. Manchmal wird auch die eigene Biografie als Grund dafür genannt, dass es so ist, wie es ist. In der Konsequenz wird in einer Lebenssituation verharrt, weil der Gedanke an eine Veränderung nicht zugelassen wird.
Die gute Nachricht ist: Es kann alles verändert werden.
Jede Veränderung beginnt mit einer Entscheidung. Jede Entscheidung hat ihren Preis … materiell oder immateriell. Manchmal erfordert es auch Mut, denn es wird dem Umfeld nicht zwangsläufig gefallen, wenn jemand ausbricht und sich erlaubt, einen neuen Weg zu gehen.
Du kennst das? Befreie dich!
Es ist deine Lebenszeit und du darfst wählen, wie du sie verbringen möchtest. Und lass dich bitte nicht von deiner Vergangenheit festhalten. Sie ist vorbei. Natürlich darfst du dich über ehemalige Erfolge freuen. Doch halte nicht fest, schon gar nicht an negativen Dingen oder Vorfällen. Schuldgefühle und Scham helfen niemandem. Sie blockieren deine Schaffensenergie. Sich selbst und anderen verzeihen ist dabei die große Superkraft, um mit neuer Energie neue Lebenswege bewusst zu wählen.
Manchmal ist es erforderlich, dafür das alte Umfeld verlassen. Das ist der (immaterielle) Preis, den es für eine Veränderung zu zahlen gilt. Manchmal gilt es auch, eine materielle Sicherheit loszulassen, um die eigenen Träume zu leben.
Überlege dir dabei: Welche Kosten kannst du einsparen? Was kann verkauft werden? Was sorgt tatsächlich für Glück und Zufriedenheit und was ist tatsächlich nur Ballast, der getragen wird?

Jede Veränderung beginnt mit Bewusstheit. Um neu zu denken, hilft es, Fragen zu stellen, anstatt in Ansichten und Schlussfolgerungen gefangen zu sein. Schlussfolgerungen schließen, Fragen öffnen den Raum für Neues. Achte dabei auch auf die Wahl deiner Worte, wenn du neue Möglichkeiten finden willst. Wie fühlt es sich beispielsweise für dich an, wenn du von einer Wahl, anstatt von einer Entscheidung sprichst? Stelle Fragen wie:
- Was ist hier möglich, woran ich noch nie gedacht habe?
- Welche Möglichkeiten habe ich, um neu zu wählen?
- Wer oder was kann mir helfen, Neues zu kreieren?
- Was kann und darf ich heute empfangen?
- Wer wäre ich, wenn ich heute eine neue Wahl treffe?
- Und eine ganz wichtige Frage: Wie hätte ich es gerne?
- Denke daran: Du bist nicht deine Vergangenheit. Du bist JETZT.
Deine Vergangenheit hat dich zu der Person gemacht, die du heute bist. Doch du kannst jederzeit wählen, wie du es für die Zukunft gerne hättest.
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.