von Justus Jaletzke im Rahmen der Artikelserie
„Die Zukunft der Karriere: 12 Trends für ein Startup- und Entrepreneurial Mindset“
Wir leben im digitalen Zeitalter, in dem es möglich ist, Wissen und Kontakte mit Menschen aus aller Welt auszutauschen. Arbeitgeber suchen daher nicht mehr nur innerhalb eines Landes nach neuen Talenten, sondern weltweit. Das bedeutet, dass sich die Anforderungsprofile verändert haben: Es reicht nicht mehr, einfach nur gut zu sein – man braucht auch die richtigen Kontakte, um Chancen zu bekommen. Häufig werden Jobs über persönliche Empfehlungen vergeben, sei es durch Familie, Freunde oder Netzwerke.
Doch das digitale Zeitalter bietet eine enorme Möglichkeit:
Jeder kann sich selbst ins Rampenlicht stellen, ohne von Tür zu Tür gehen zu müssen. Plattformen wie LinkedIn, Instagram oder TikTok bieten ein unermessliches Potenzial, um sich sichtbar zu machen. Wer diese Kanäle strategisch nutzt, kann nicht nur seine Reichweite vergrößern, sondern auch gezielt Aufmerksamkeit auf seine Fähigkeiten und Kompetenzen lenken. Dabei gilt die Faustregel: „Was einmal im Internet ist, bleibt im Internet.“ Während das früher oft als Nachteil gesehen wurde, kann es heute gezielt genutzt werden, um eine positive und professionelle Online-Präsenz aufzubauen. Wie der Unternehmer und Social-Media-Experte Gary Vaynerchuk sagte: „Digitale Sichtbarkeit ist der neue Türöffner für Karrieren.“ Heutzutage recherchieren Personaler, Kunden und Geschäftspartner fast immer online, bevor sie eine Entscheidung treffen. Eine starke Online-Präsenz kann daher Türen öffnen, während das Fehlen einer digitalen Identität dazu führen kann, dass Chancen ungenutzt bleiben.
Aufbau einer professionellen Präsenz auf LinkedIn und Co.
Der erste Schritt zur digitalen Sichtbarkeit ist der gezielte Aufbau einer professionellen Online-Präsenz. LinkedIn ist dabei die führende Plattform für berufliches Networking. Ein aussagekräftiges Profil mit einem klaren Profilbild, einer prägnanten Headline und einer detaillierten Beschreibung der eigenen Fähigkeiten und Erfahrungen kann entscheidend sein. Aber auch andere Plattformen wie Twitter oder Instagram können helfen, sich als Experte in der eigenen Branche zu positionieren. Wichtig ist, dass die gewählte Plattform zur eigenen Karriere und Zielgruppe passt.
Content-Strategien zur Karriereförderung
Um langfristig sichtbar zu bleiben, ist es wichtig, regelmäßig hochwertigen Content zu teilen. Fachwissen kann helfen, sich als Experte zu positionieren, während Authentizität Vertrauen und Glaubwürdigkeit schafft. Experten raten dazu, stets authentisch zu bleiben und klare Werte und Botschaften zu kommunizieren. Zu den wirkungsvollsten Content-Strategien gehören das Teilen von branchenspezifischen Erkenntnissen, persönliche Erfolgsgeschichten, interaktive Beiträge sowie das Kommentieren und Teilen relevanter Inhalte anderer Experten.
Interaktion als Schlüssel zum Erfolg
Sichtbarkeit entsteht nicht nur durch das Posten eigener Inhalte, sondern auch durch aktive Interaktion mit anderen Nutzern. Kommentare, Diskussionen und der Austausch mit Gleichgesinnten stärken die eigene Präsenz und sorgen dafür, dass man langfristig als Experte wahrgenommen wird. Die digitale Welt kann oft kalt und anonym wirken – durch gezielte Interaktionen kann diese Distanz gebrochen und echte Verbindungen geschaffen werden.
Praxis: Erstellung eines Karriere-Social-Media-Plans
Um die eigene Sichtbarkeit gezielt zu steigern, lohnt sich die Erstellung eines Karriere-Social-Media-Plans. Dazu gehört die Festlegung der Plattformen, auf denen man aktiv sein möchte, das Erstellen eines Redaktionsplans für regelmäßige Beiträge sowie die Bestimmung der Inhalte, die gepostet werden sollen. Ein erfolgreicher Plan beinhaltet eine Mischung aus Fachartikeln, eigenen Projekten, Interaktionen mit der Community und persönlichen Einblicken, um eine starke persönliche Marke zu etablieren.
Fazit
Social Media ist längst mehr als nur ein privates Unterhaltungsmedium – es ist ein leistungsstarkes Werkzeug zur Karriereförderung. Wer es strategisch nutzt, kann seine Sichtbarkeit erhöhen, Netzwerke erweitern und beruflich erfolgreicher werden. Der Schlüssel liegt in Authentizität, hochwertigem Content und gezielter Interaktion mit der Community. In der digitalen Ära entscheidet nicht mehr nur der Lebenslauf über Karrierechancen, sondern auch die eigene Online-Präsenz.
Quellen.
https://omr.com/de/reviews/contenthub/sem-performance-marketing
Literatur:
Branding mit LinkedIn
Tomas Herzberger zeigt in diesem Buch, wie man LinkedIn effektiv für persönliches und unternehmerisches Branding nutzt. Es bietet praxisnahe Tipps und Strategien, um auf der Plattform erfolgreich zu sein
Hook Point: Wie man in einer 3-Sekunden-Welt auffällt
Brendan Kane erläutert, wie man in der heutigen, schnelllebigen digitalen Welt Aufmerksamkeit erregt und seine Botschaft effektiv vermittelt.
Follow me!: Erfolgreiches Social Media Marketing mit Facebook, Instagram, LinkedIn, TikTok und Co.
Karim-Patrick Bannour und Anne Grabs präsentieren in der 7. Auflage dieses Standardwerks aktuelle Strategien und Best Practices für erfolgreiches Social Media Marketing auf verschiedenen Plattformen.
Zusammenfassung:
In der digitalen Ära ist eine starke Online-Präsenz entscheidend für den beruflichen Erfolg. Arbeitgeber suchen global nach Talenten, und Jobs werden oft über persönliche Netzwerke vergeben. Plattformen wie LinkedIn, Instagram und TikTok bieten die Möglichkeit, sich sichtbar zu machen und gezielt Aufmerksamkeit auf die eigenen Fähigkeiten zu lenken. Eine professionelle Online-Präsenz kann Karrieretüren öffnen, während das Fehlen einer digitalen Identität zu verpassten Chancen führen kann.
Strategien zur digitalen Sichtbarkeit
- Professionelles Online-Profil:
- LinkedIn als zentrale Plattform für berufliches Networking
- Aussagekräftige Profile mit klarem Foto, prägnanter Headline und detaillierten Fähigkeiten
- Ergänzung durch Twitter oder Instagram für Fachpositionierung
- Content-Strategien zur Karriereförderung:
- Regelmäßiges Teilen von Fachwissen zur Positionierung als Experte
- Authentizität und klare Botschaften als Erfolgsfaktoren
- Erfolgreiche Formate: Branchen-Insights, persönliche Geschichten, interaktive Beiträge
- Interaktion als Erfolgsfaktor:
- Aktive Teilnahme an Diskussionen, Kommentare und Vernetzung
- Aufbau echter Verbindungen durch gezielten Austausch
- Erstellung eines Karriere-Social-Media-Plans:
- Auswahl der relevanten Plattformen
- Planung regelmäßiger Inhalte
- Mischung aus Fachartikeln, Projekten und Community-Interaktion
Diese Artikelreihe wurde von der Arbeitsgruppe „Startup- und Entrepreneurial Mindset“ unter der Leitung von Dr. Anabel Ternes von Hattburg verfasst. Die Autoren der einzelnen Artikel heißen Sven Schubert, Justus Jaletzke, Anna Bomm, Lizaveta Misnikova, Maya Dahl, Matteo Kollmorgen und Nicolai Kolbusch.
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.